40 Jahre FVO

Festveranstaltung am 31.05.13 auf der Altenburg

Im Rittersaal der Altenburg bei Bamberg feierte die FVO den 40. Geburtstag. Erster Vorsitzender MdL Heinrich Rudrof konnte eine lange Liste von Ehrengästen begrüßen.

Die Festrede hielt Forstminister Helmut Brunner.   Zunächst definierte er im Jahr „300 Jahre Nachhaltigkeit“ die Nachhaltigkeit in der Waldbewirtschaftung so:  „Wir müssen die Lebensgrundlage „Wald“ – für die gesamte Gesellschaft – durch generationenübergreifendes Denken und Handeln dauerhaft sichern.“ Er sprach die Herausforderungen des Klimawandels an, die nur mit einem angepassten Waldumbau zu bewältigen sind. „Es muss uns bayernweit gelingen, gemischte, strukturierte und stabile Bestände aufzubauen. Nur so können wir unsere Wälder dauerhaft sichern!“ Er erinnerte auch daran, dass Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz ist. Er unterstützt daher alle Aktivitäten zur verstärkten Holzverwendung. Er stellte auch klar, dass er es für besser hält, die gesamte Waldfläche naturnah und nachhaltig zu bewirtschaften, als Teilflächen ganz aus der Nutzung zu nehmen und dafür auf der Restfläche umso rücksichtsloser zu wirtschaften. Schützen durch Nutzen lautet daher die Devise.
Minister Brunner betonte, wie wichtig die Selbsthilfeorganisationen Forstliche Vereinigung und Waldbesitzervereinigungen für die privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer sind.
 
 

 
Heinrich Rudrof bedankte sich bei Minister Brunner mit einer Faksimile-Kopie der ersten fränkischen Waldbaugenossenschaft lange Meile von 1909 und einem Fresskorb.
 
Es folgten Grußworte von Sepp Spann,  Präsident des Waldbesitzerverbandes; er forderte u.a. eine Erhöhung des Volumens der Förderung der Forstlichen Zusammenschlüsse.
Hermann Greif, Präsident des Bauernverbandes Oberfranken; er konnte aus eigener Erfahrung berichten, wie wichtig es ist, wenn in Katastrophenfällen eine schlagkräftige WBV hilft.
Bertram Felix, Kämmerer der Stadt Bamberg; er berichtete vom städtischen Forstamt Bamberg, das bei Holzverkäufen über die WBV Bamberg von den Rahmenverträgen der FVO profitiert.
1. Vors. Rudrof bedankt sich bei den Mitwirkenden (v.l.n.r.): Sepp Spann, Wolfgang Schultheiß (2. Vors. FVO), Heinrich Rudrof, Dr. Wilhelm Böhmer (Geschäftsführer FVO), Minister Brunner, Georg Neupert (3. Vors. FVO), Hermann Greif  
 
 
 
Schließlich  zeichnete Vorsitzender Rudrof die Geschichte der FVO nach. Gegründet am 9. April 1973 in Bamberg fand bereits im Juli 73 ein großer Waldbauerntag vor 1.000 Waldbesitzern in Bayreuth anlässlich der Verleihung der Anerkennungsurkunde durch Staatssekretär Simon Nüssel statt. Solche großen oberfränkischen Waldbauerntage wurden alle 5 Jahre bis in die 90-er Jahre gepflegt.
 
Heinrich Rudrof erinnerte an den Gründungsvorstand. Eugen Findeiß setzte sich 20 Jahre lang als erster Vorsitzender mit viel Weitblick für die FVO ein. Herbert Hofmann, der gar 36 Jahre lang in verschiedenen Positionen von Anfang an bei der FVO mit Herzblut mitarbeitete, setzte seine politischen Fähigkeiten zum Wohle der FVO und der Waldbesitzer ein.
Eine besondere Freude war es, Albin Grasser (3. Vorsitzender der FVO von 1973 bis 1997) begrüßen zu dürfen. Albin Grasser setzte sich sehr für die Ausweitung der gemeinsamen Holzvermarktung ein.
Ebenso freute sich Rudrof, dass Ulrich Eitel, der von 1983 bis 2003 20 Jahre lang als Geschäftsführer fungierte, zu dieser Veranstaltung gekommen war.
Heinrich Rudrof zeigte anhand vieler Beispiele auf, wie vielfältig die FVO in den letzten 40 Jahren ihren Aufgaben als Interessenvertreter der oberfränkischen Waldbesitzer, bei der Unterrichtung und Beratung der WBV-Mitglieder und bei der Koordinierung des Holzabsatzes gerecht geworden ist.
Mit der Anstellung eines hauptamtlichen Holzvermarkters  im Jahre 2000 war die FVO ein Vorreiter für ganz Bayern. Seither hat die gemeinsam vermarktete Holzmenge rasant zugenommen. Er lobte Johannes Hölzel, der diese Tätigkeit 2008 seit mit viel Geschick ausübt.
Heinrich Rudrof bedankte sich schließlich bei allen Unterstützern der FVO. In erster Linie bei den 16 Mitglieds-Waldbesitzervereinigungen, die die FVO tragen. Aber auch bei Bayerischen Bauernverband und bei der Forstverwaltung, die beide die FVO von Anfang an mit Rat und Tat unterstützen.
 
Die Veranstaltung wurde vom Holzbläserquintett der Kreismusikschule Bamberg umrahmt.
 
Im Anschluss gab es bei einem feinen Buffet einen lockeren Gedankenaustausch aller Gäste.    

 

Michael Kreppel

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