mit Taschentüchern gegen EDEKA!

Falsches Verständnis von Nachhaltigkeit schadet der Umwelt und dem deutschem Mittelstand

 Lichtenfels, 02. November 2012 – Mit der Protestaktion in Lichtenfels, beteiligen sich auch die oberfränkischen Waldbesitzer an der bundesweiten gegen den aktuellen Nachhaltigkeitsansatz von EDEKA. Die „Aktion Heimisches Holz“ demonstriert gegen das Vorhaben von Deutschlands größter Einzelhandelsgruppe, für seine Holz- und Papiereigenmarken auf Anraten des WWF's künftig ausschließlich FSC-zertifiziertes Holz zu verwenden.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
„Dieses Vorhaben ist alles andere als umweltgerecht und fügt der Natur und hiesigen Familienbetrieben, die seit Generationen ihren Wald nachhaltig bewirtschaften, erheblichen Schaden zu“, erklärte Heinrich Rudrof 1. Vorsitzender der FV-Oberfranken w.V. im Namen der „Aktion Heimisches Holz“. Die protestierenden Waldbesitzervertreter erklärten der Presse und den Besuchern des EDEKA Marktes anhand der ausgegebenen Taschentücher anderer Discounter (mit PEFC Siegel), worauf man beim Einkauf achten sollte und was EDEKA mit seiner Entscheidung gegen PEFC zertifizierte Rohstoffe für die heimischen Waldbesitzer und die Umwelt bewirkt.

 

Nur fünf Prozent der heimischen Waldfläche ist FSC zertifiziert. Daher spielt der FSC-Standard im deutschen Markt kaum eine Rolle. Von den rund 11 Millionen Hektar deutscher Waldfläche – eine Fläche so groß wie Bayern und Niedersachsen zusammen – sind rund zwei Drittel nach dem PEFC-Standard zertifiziert. Beide Standards stehen in Deutschland gleichwertig nebeneinander. Aber unabhängig aller Zertifizierungsstandards: Die Nachhaltigkeit der deutschen Waldwirtschaft ist gesetzlich garantiert und erfüllt im internationalen Vergleich höchste umweltgerechte Anforderungen. Heimisches Holz ist per se nachhaltig. EDEKA schließe mit seiner Entscheidung heimisches Holz mit besonders guter Ökobilanz quasi aus. Dies führe zwangsläufig zu vermehrten Holzimporten aus Ländern, ohne ausreichende gesetzliche Grundlagen für nachhaltige Waldbewirtschaftung, betonten auch die beiden Vorsitzenden der WBV Coburger Land und der WBV Lichtenfels-Staffelstein, Wolfang Schultheiß und Robert Hümmer.


„Wir fordern EDEKA daher auf, die Auswahlkriterien für Rohstoffe zur Herstellung ihrer Eigenmarken anzupassen und Holz aus Deutschland uneingeschränkt zuzulassen“, so die protestierenden Vertreter der Waldbesitzer am Freitag vor dem EDEKA in Lichtenfels. „Als ein in der Region fest verwurzelter Einzelhändler, sollte gerade EDEKA verantwortungsbewusst mit nachhaltigen heimischen Ressourcen umgehen und somit Familienbetriebe vor Ort unterstützen.“

Die „Aktion Heimisches Holz“ will den Dialog zu einer nachhaltigen Rohstoffnutzung in Deutschland starten und die Öffentlichkeit für eine aktive Auseinandersetzung zu diesem Thema gewinnen. Der heutigen Aktion, sind Veranstaltungen in Hamburg, Hessen und Bayern an den Standorten Hamburg (Holstenstraße), Gießen, München und Regensburg vorausgegangen. Weitere Protestveranstaltungen in Unterfranken werden noch folgen.

 

Über die „Aktion Heimisches Holz“  

Die „Aktion Heimisches Holz“ setzt sich dafür ein, dass Holz aus Deutschland – unabhängig vom Zertifizierungsstandard – gegenüber importierten Rohstoffen den Vorzug erhält. Die Nutzung heimischer Rohstoffe stärkt den Gedanken der Nachhaltigkeit, die heimische Wirtschaft und trägt zum Erreichen der Klima- und Umweltschutzziele bei. Die Aktion wurde im September 2012 von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) ins Leben gerufen und vertritt die Interessen von zwei Millionen Menschen.

 www.aktion-heimisches-holz.de

 

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